Jahres- und Managementbericht 2025
Jahres- und Managementbericht 2025

Jahres- und Managementbericht

2025

Vorwort des Verwaltungsratspräsidenten

Reto Stäheli

Geschätzte Delegierte

Aus operativer Sicht dürfen wir auf ein erfreuliches und insgesamt stabiles Geschäftsjahr zurückblicken. Der Betrieb verlief ohne wesentliche Überraschungen oder Schadenfälle. Mit einer Anlagenverfügbarkeit von 95.2 % und ohne ausserordentliche Vorkommnisse in den Revisionen konnte die Entsorgungssicherheit jederzeit gewährleistet werden. 

Die Jahresrechnung 2025 schliesst mit einem Ertragsüberschuss von CHF 198’128 ab. Die Gesamterträge sowie der Personalaufwand bewegen sich im Rahmen der Erwartungen. Besonders positiv hervorzuheben sind die deutlichen Einsparungen gegenüber dem Budget im Sach- und Betriebsaufwand. Zusätzlich konnte durch den Teilverkauf des Geländes der ehemaligen KVA Müllheim an den Kanton Thurgau ein ausserordentlicher Gewinn erzielt werden. 

Diese erfreulichen Entwicklungen erlauben es uns, die Vorfinanzierung für den Ersatzbau weiter zu stärken. Das dafür zweckgebundene Eigenkapital konnte per Ende 2025 um CHF 16.05 Mio. erhöht werden. Insgesamt weist der Verband neu ein Eigenkapital von mehr als CHF 100 Mio. aus. Diese solide Ausgangslage ist im Hinblick auf die kommenden Jahre von grosser Bedeutung, auch wenn die finanzielle Stabilität angesichts der bevorstehenden Investitionen weiter gezielt gestärkt werden muss.

Ersatzbau – veränderte Rahmenbedingungen

Im Ersatzbauprojekt wurden bis Ende 2025 Investitionen von CHF 39.6 Mio. getätigt. Zusätzlich bestehen offene Verpflichtungen in der Grössenordnung von rund CHF 15–20 Mio. Das Projekt befindet sich damit weiterhin in einer entscheidenden Phase. Gleichzeitig hat sich im vergangenen Jahr gezeigt, dass sich die externen Rahmenbedingungen teils rascher und grundlegender verändern als erwartet. 

Insbesondere die neue EU‑Verordnung zur Abfallverbringung ins Ausland hat die gesamte Branche, unsere Vertragspartner sowie die Politik überrascht. In der Folge müssen bisherige Annahmen überprüft und bestehende Risikoeinschätzungen grundlegend neu beurteilt werden. Zusätzlich hat sich das Finanzierungsumfeld markant verändert: Der Untergang der Credit Suisse sowie grosse öffentliche Bauvorhaben, die in finanzielle Schwierigkeiten geraten sind, erschweren die Bereitstellung langfristiger Finanzierungen für Grossprojekte deutlich. Diese Entwicklungen erhöhen die Anforderungen an Planung, Steuerung und Risikomanagement des Ersatzbauprojekts erheblich.

Aufgrund dieser Schwierigkeiten haben die Verbandsgemeinden einen vertieften Einblick in das Ersatzbauprojekt verlangt. An der ausserordentlichen Delegiertenversammlung vom 18. März 2026 haben die Delegierten beschlossen bis zum Vorliegen eines Berichtes der eingesetzten Arbeitsgruppe (zusammengesetzt aus 13 Gemeindevertreter:innen) nur noch notwendige Investitionen in das Projekt zu tätigen, um in einen gesicherten Zustand zu gelangen.

Besondere Ereignisse

Ein einschneidendes Ereignis war der Brandfall im RAZ Kreuzlingen. Dank des umsichtigen Einsatzes aller Beteiligten konnte dieser Vorfall ohne Personenschäden bewältigt werden. Unser Partner TIT Imhof nahm den Betrieb nach rund sechs Monaten wieder auf. Die Entsorgungssicherheit war während der gesamten Dauer jederzeit gewährleistet. 

Dank

Mein Dank gilt der gesamten Belegschaft der KVA Thurgau für ihren grossen Einsatz und ihre hohe Professionalität. Ebenso danke ich meinen Kolleginnen und Kollegen in der Geschäftsleitung und im Verwaltungsrat sowie allen am Ersatzbauprojekt beteiligten Personen für die konstruktive und engagierte Zusammenarbeit. 

Ihnen, geschätzte Delegierte, danke ich für das Vertrauen, das Sie unserem Verband entgegenbringen. Ich freue mich, Sie an der Delegiertenversammlung begrüssen zu können.

Reto Stäheli
Präsident des Verwaltungsrates

Aus der Geschäftsleitung

Dominik Linder

Ein Jahr des Wandels und der Weiterentwicklung

Mit dem Geschäftsjahr 2025 liegt ein weiteres intensives Jahr hinter der KVA Thurgau – geprägt von stabiler operativer Leistung, wichtigen personellen Weichenstellungen und einem zunehmend anspruchsvollen externen Umfeld. Gerade in Phasen von Unsicherheiten zeigt sich, wie entscheidend eine starke Basis ist: ein gut eingespieltes Team, das dank hervorragender Zusammenarbeit und hoher Fachkompetenz täglich dafür sorgt, dass Betrieb und operative Exzellenz jederzeit gewährleistet sind.

Die Mitarbeitenden im Mittelpunkt

Ich bin überzeugt: Gute Ergebnisse entstehen durch gute Prozesse – und gute Prozesse wiederum durch gute Mitarbeitende. Entsprechend haben wir im vergangenen Jahr gezielt in Aus- und Weiterbildung investiert. Kaderschulungen, Fachtrainings sowie die Einführung strukturierter Mitarbeitendengespräche bilden wichtige Bausteine einer systematischen Förderung unseres Personals. Ergänzend dazu wurde im Bereich der Künstlichen Intelligenz ein interner Fachimpuls lanciert, um das Thema gezielt einzuordnen und den Austausch innerhalb der Organisation anzuregen.

Ein erfreuliches Zeichen für die nachhaltige Entwicklung unseres Verbands ist auch der Entscheid, wieder in die Lehrlingsausbildung zu investieren. Der Lehrvertrag für den Lehrstart 2026 für die Ausbildung zum Kaufmann EFZ konnte unterzeichnet werden. Damit leisten wir einen konkreten Beitrag zur Nachwuchsförderung.

Personelle Veränderungen als Chance

Im vergangenen Jahr hat ein spürbarer Generationenwechsel auf Bereichsleiter- und Schichtpersonalebene stattgefunden. Dieser Wandel erweist sich als Gewinn: Frische Perspektiven, neues Know-how und hohe Motivation bereichern den Arbeitsalltag und wirken sich positiv auf Zusammenarbeit und Betrieb aus. Gleichzeitig konnte mit Benjamin Holenstein (Leiter Betrieb) als Nachfolger von Heinz Siegenthaler und mit Andreas Bauer (Leiter Business Administration) die Geschäftsleitung komplettiert werden.

An dieser Stelle möchte ich Heinz Siegenthaler herzlich danken. Mit über 30 Jahren Erfahrung in der KVA-Branche, davon acht Jahre bei uns in Weinfelden in der Geschäftsleitung, hat er den Verband und den Betrieb entscheidend mitgeprägt. Wir durften ihn Ende April 2026 dankend in die wohlverdiente Pensionierung verabschieden und wünschen ihm für den neuen Lebensabschnitt alles Gute.

Hohe Anlagenverfügbarkeit, Logistik und starke Teamleistung

Die konstant hohe Verfügbarkeit unserer Anlage ist ein zentrales Element unserer Entsorgungssicherheit – und sie ist nur dank eines engagierten und professionellen Teams möglich. Neben dem laufenden Betrieb wurden im Rahmen der Revisionen wichtige Erneuerungen umgesetzt, unter anderem am Nassentschlacker, an der Gummierung des Wäschers sowie mit einem Teilersatz des Leitsystems.

Ein wichtiger Meilenstein im Bereich Logistik war Mitte des Jahres der Start der Unterflurcontainer-Sammlung (UFC-Sammlung) mit vollelektrischen Sammelfahrzeugen und einer digitalen Tourenplanung. Die Umstellung erfolgte gemäss Planung. Dank der guten Vorbereitung und der engen Zusammenarbeit aller Beteiligten konnte eine Überfüllung der Container grossmehrheitlich verhindert werden.

Die operative Leistungsfähigkeit wurde im vergangenen Jahr zusätzlich durch krankheits- und unfallbedingte Ausfälle in den Regionalen Annahmezentren (RAZ) sowie im Güterumschlag stark gefordert. Der hohe Einsatzwille und der ausgeprägte Teamgeist aller Mitarbeitenden haben massgeblich dazu beigetragen, diese Ausfälle aufzufangen und den Betrieb jederzeit aufrechtzuerhalten.

Ein weiteres Beispiel für die sehr gute Zusammenarbeit zeigte sich Anfang August bei einer extrem anspruchsvollen Situation. Eine Fehlfunktion des Hochdruckbypasses konnte dank des engen Zusammenspiels von Mechanik, Elektrik, Verfahrenstechnik und Schichtbetrieb ohne Anlagenausfall behoben werden. Solche Momente machen deutlich, wie wertvoll Teamgeist und Erfahrung im Alltag sind.

Anspruchsvolles Umfeld und klare Prioritäten

Das Geschäftsjahr war zusätzlich geprägt von externen Unsicherheiten. Die Novellierung der EU-Verordnung zur Abfallverbringung, die Entwicklungen rund um Carbon Capture and Storage (CCS) sowie die weiterhin sehr herausfordernden und volatilen Wertstoffmärkte stellen uns vor grosse Aufgaben. Auch unser Sammelsystem «KUH-Bag» steht unter zunehmendem Druck. Gemeinsam mit den Verbandsgemeinden wollen wir deshalb in naher Zukunft das bestehende Entsorgungskonzept überprüfen, aktualisieren und weiterentwickeln.

Diese externen Entwicklungen führen teils auch intern zu erhöhten Unsicherheiten. Umso wichtiger ist es, neben den strategischen Fragestellungen auch den Fokus auf das operative Tagesgeschäft zu richten und den Mitarbeitenden Orientierung und Stabilität zu geben.

Positive Meilensteine

Trotz des anspruchsvollen Umfelds konnten im vergangenen Jahr wichtige Erfolge erzielt werden. Besonders erfreulich ist der Abschluss des Wärmeliefervertrags mit den Technischen Betrieben Weinfelden, der einen bedeutenden Schritt in Richtung nachhaltige Energieversorgung darstellt. Zudem durfte der Verband einen besonderen Erfolg feiern: Wir wurden als Gewinner des LEADER Digital Award 2025 in der Kategorie «Organisation» ausgezeichnet – eine Anerkennung für unsere Fortschritte in der digitalen Unternehmensentwicklung. 

Dank

Ich danke allen Mitarbeitenden herzlich für ihren täglichen Einsatz, ihre Flexibilität und ihre hohe Fachkompetenz. Ebenso danke ich dem Kader, der Geschäftsleitung sowie unseren Partnerinnen und Partnern für die konstruktive Zusammenarbeit und das entgegengebrachte Vertrauen.

Gemeinsam werden wir die kommenden Herausforderungen weiterhin mit Engagement, Verantwortungsbewusstsein und Teamgeist angehen.

Dominik Linder
Vorsitzender der Geschäftsleitung

Das Unternehmen

Kurzporträt

Aufgaben des Verbands KVA ThurgauDienstleistungen
Kehrichtheizkraftwerk WeinfeldenAnnahme und thermische Verwertung von brennbaren Abfällen sowie von Problem- und Sonderabfällen aus Gewerbe-, Industrie- und Dienstleistungsunternehmen sowie Haushalten.
Produktion von Prozessdampf, Fernwärme und Strom.
SammellogistikSammlung von Siedlungsabfällen und Abfällen aus Haushalten, Gewerbe-, Industrie- und Dienstleistungsunternehmen im Einzugsgebiet.
Regionale Annahmezentren (RAZ) in Frauenfeld, Hefenhofen, Kreuzlingen und WeinfeldenAnnahme von brennbaren Abfällen und Wertstoffen aus Gewerbe-, Industrie- und Dienstleistungsunternehmen sowie Haushalten sowie von Problem- und Sonderabfällen aus Haushaltungen.
RecyclingStoffliche Verwertung des Recyclingmaterials aus dem gesamten Verbandsgebiet.
Kompostaufbereitungsanlage HefenhofenAnnahme und Zerkleinerung von kompostierbarem Material.
Reaktordeponie Kehlhof, BergAnnahme und Einbau von nicht brennbaren Bauabfällen, Industrie- und Gewerbeabfällen sowie Rückständen aus Abfallbehandlungsanlagen.
Reststoffdeponie Emmerig, PfynNachsorge durch den Verband.

Unternehmensgeschichte

Vor 1995

Die Zweckverbände KVA Mittelthurgau und KVA Oberthurgau betreiben seit 1974 jeweils eine Ofenlinie in Müllheim und Hefenhofen. Auf Initiative des Kantons beschliessen die Verwaltungsräte, die veralteten Anlagen zu ersetzen und eine moderne KVA in Weinfelden zu planen. Ab 1991 laufen Projektierung und Planung.

1996

Im Sommer wird die neue Kehrichtverbrennungsanlage in Weinfelden eröffnet. Gleichzeitig entsteht das Integrale Entsorgungssystem (IES), das dank Bahntransport grosse Teile des Kehrichts und die Schlacke effizient und umweltfreundlich bewegt.

1997–1999

Die Anlage wird technisch optimiert, die verwertete Abfallmenge steigt von 70’000 auf über 110’000 Tonnen pro Jahr.

2000–2009

Die angelieferte Menge wächst weiter auf über 120’000 Tonnen. Erste Gespräche mit den Landkreisen Konstanz und Bodensee über eine langfristige Zusammenarbeit beginnen. Die Regionalen Annahmezentren in Frauenfeld, Kreuzlingen, Hefenhofen und Weinfelden werden modernisiert und erweitert. Der Verband übernimmt die Sondermüllannahme des Kantons und engagiert sich gegen Littering.

Ab 2005 wird erstmals Abfall aus Süddeutschland per Bahn angeliefert, die Jahresmenge steigt über 140’000 Tonnen. 2009 wird zur Steigerung der Energieeffizienz die Dampfturbine ersetzt.

2010–2019

2013 beschliesst der Verband die Einführung von Unterflurcontainern (UFC). Erstmals können mehr als 150’000 Tonnen verarbeitet werden.

2017 wird der KUH‑Bag zur Sammlung gemischter Kunststoffe definitiv eingeführt, 2019 folgt die A‑Region. 2018 eröffnet das neue RAZ Weinfelden West, der neue Rundgang wird mit dem SVKI‑Preis ausgezeichnet. 2019 bewilligen die Delegierten einen Kredit zur Zukunftsplanung des Standorts und zur Prüfung verschiedener Varianten für eine Ersatzanlage.

2020–2024

Der Verband treibt in diesen Jahren mehrere strategische Schritte voran: Ausbau der RAZ‑Infrastruktur (u. a. Kreuzlingen 2020), Inbetriebnahme des 1’000. Unterflurcontainers, Start der Ersatzbau‑Planung samt Vision eines Energy Hubs sowie Fertigstellung neuer Amphibienschutzgebiete.

Das Büro Graber Pulver gewinnt den Architektur‑Studienauftrag für den Ersatzbau. Die Notstromgruppe wird 2023 für Regelenergie aufgerüstet, parallel laufen Projekte zur Wärmeverteilung und ‑speicherung.

Delegierte und Verbandsgemeinden sprechen sich einstimmig für den Investitionskredit für den Ersatzbau und deutlich für den Rahmenkredit für die Weiterentwicklung der Wärmeprojekte aus.

2024 übernimmt Dominik Linder die Geschäftsführung. Eine Baukommission unter Leitung von Andy Heller wird eingesetzt.

2025–2026

Im Juni reicht der Verband das Baugesuch für den Ersatzbau ein. Die EU‑Verordnung zur grenzüberschreitenden Verbringung von Siedlungsabfällen betrifft die KVA Thurgau sowohl hinsichtlich des aktuellen Geschäftes wie auch in der strategischen Ausrichtung stark; politische Arbeiten zur Anpassung der Regelung laufen intensiv, der Ausgang ist offen.

An der ausserordentlichen Delegiertenversammlung vom 18. März 2026 sprechen sich die Delegierten für eine Überprüfung des Ersatzbauprojektes aus.

Verbandsorganisation

Verbandsgemeinden

Dem Verband gehören 70 Gemeinden mit 252'450 Einwohnern an.

image

Verwaltungsrat

(Amtsperiode 2024 bis 2027)

Präsident
<p>Reto Stäheli<br />Arbon<br />seit 2012<br />Projektkoordination<br />Personalfindungs-<br />kommission</p>

Reto Stäheli
Arbon
seit 2012
Projektkoordination
Personalfindungs-
kommission

Vizepräsident
<p>Urs Schär<br />Langrickenbach<br />seit 2003</p>

Urs Schär
Langrickenbach
seit 2003

.
<p>Patrick Fink<br />Romanshorn<br />seit 2007<br />Finanz- und Risikoausschuss<br />Finanzierung Ersatzbau</p>

Patrick Fink
Romanshorn
seit 2007
Finanz- und Risikoausschuss
Finanzierung Ersatzbau

.
<p>Reto Fürst<br />Neukirch (Egnach)<br />seit 2015<br />Projektkoordination<br />Finanzierung Ersatzbau<br />Finanz- und Risikoausschuss</p>

Reto Fürst
Neukirch (Egnach)
seit 2015
Projektkoordination
Finanzierung Ersatzbau
Finanz- und Risikoausschuss

<p>Frank Gertsch<br />Güttingen<br />seit 2015<br />Baukommission</p>

Frank Gertsch
Güttingen
seit 2015
Baukommission

<p>Katia Krech<br />Frauenfeld<br />seit 2019<br />Personalfindungs-<br />kommission</p>

Katia Krech
Frauenfeld
seit 2019
Personalfindungs-
kommission

<p>Max Vögeli<br />Weinfelden<br />seit 2002<br />Baukommission<br />Finanz- und Risikoausschuss</p>

Max Vögeli
Weinfelden
seit 2002
Baukommission
Finanz- und Risikoausschuss

Zusätzlich zu den ordentlichen Verwaltungsratssitzungen haben sich im Jahr 2025 die Arbeiten auf das Teilprojekt Finanzierung Ersatzbau sowie auf die Baukommission und auf die Projektkoordination fokussiert. Es galt das Bauprojekt für die Baubewilligungsphase weiter zu entwickeln.

Im Teilprojekt Finanzierung Ersatzbau konnte mit der Unterzeichnung eines Kreditvertrages mit einem Bankenkonsortium ein Teilerfolg erreicht werden. Für die Sicherstellung der Gesamtfinanzierung des Ersatzbauprojektes kann der Verband KVA Thurgau derzeit jedoch nicht alle Bedingungen erfüllen.

Zentrales Bindeglied war auch im Jahr 2025 die Projektkoordination, welche die strategischen Themen zwischen der Baukommission, dem laufenden Betrieb und dem Verwaltungsrat abstimmt. Die Projektkoordination treibt zudem die beiden Themen Fernwärme und Prozessdampf voran und definiert die strategische Ausrichtung des Verbandes hin zu einem Energy Hub.

Kontrollstelle

BDO AG, Vadianstrasse 59, 9001 St. Gallen, vertreten durch Herrn Gianmarco Zanolari

Einzugsgebiet

67 %

des verwerteten Abfalls stammen aus dem Verbandsgebiet der Kantone Thurgau und Schaffhausen und der übrigen Schweiz.

Geschäftsleitung / Organisation

Die Geschäftsleitung

<p>Dominik Linder<br />Vorsitzender der<br />Geschäftsleitung<br />seit 2024</p>

Dominik Linder
Vorsitzender der
Geschäftsleitung
seit 2024

<p>Andreas Bauer<br />Business Administration<br />seit 2025</p>

Andreas Bauer
Business Administration
seit 2025

<p>Benjamin Holenstein<br />Betrieb<br />seit 2025</p>

Benjamin Holenstein
Betrieb
seit 2025

<p>Dieter Nägeli<br />Markt und Logistik<br />seit 2014</p>

Dieter Nägeli
Markt und Logistik
seit 2014

Personelles

Belegschaftsstruktur in Zahlen

Der Personalbestand des Verbands KVA Thurgau wurde in den vergangenen Jahren gezielt weiterentwickelt und an veränderte Rahmenbedingungen angepasst. Der Generationenwechsel infolge Pensionierungen wurde vorausschauend gestaltet sowie durch gezielte Nachbesetzungen und temporäre Überlappungen begleitet. Dadurch konnten der Know-how-Transfer sowie die Betriebssicherheit und Anlagenverfügbarkeit sichergestellt und der Personalbestand auf einem nachhaltig tragfähigen Niveau stabilisiert werden. Im Jahr 2025 waren 70 Mitarbeitende mit insgesamt 62.40 Vollzeitäquivalenten beschäftigt.

Infolge des Generationenwechsels hat sich die Alters- und Dienstaltersstruktur der Belegschaft weiter verjüngt. Während das durchschnittliche Alter im Vorjahr bei 48.55 Jahren lag, betrug es 2025 47.36 Jahre. Das durchschnittliche Dienstalter lag 2025 bei 7.50 Jahren (VJ 7.83 Jahre). Gleichzeitig tragen langjährige Mitarbeitende mit ihrem Erfahrungsschatz weiterhin wesentlich zur Stabilität und zum nachhaltigen Erfolg des Verbands bei.

Die unternehmensexterne Fluktuation (Abgänge von Mitarbeitenden zu anderen Unternehmen, ohne Pensionierungen) bewegt sich insgesamt auf einem tiefen und stabilen Niveau und entwickelte sich im Jahr 2025 mit 1.43 % positiv (VJ 8.45 %). Dies unterstreicht die hohe Bindung der Mitarbeitenden an den Verband sowie die Attraktivität des Verbands KVA Thurgau als verlässlicher Arbeitgeber.

Lohngleichheit und Gleichstellung sind im Verband KVA Thurgau verbindlich verankert. Mit einer freiwillig durchgeführten Lohngleichheitsanalyse wurde dieses Anliegen im Berichtsjahr transparent überprüft. Dabei zeigte sich ein Lohnunterschied von 1.5% zum Referenzindex, berechnet auf vergleichbaren Karrierestufen. Damit liegen die Werte des Verbandes deutlich unter dem angestrebten Zielwert von 2.5 % sowie unter dem üblichen Standardwert von 5 %.

Die Geschlechterverteilung ist branchenbedingt von der technisch geprägten Ausrichtung beeinflusst und umfasst 12 weibliche sowie 58 männliche Mitarbeitende. Unabhängig davon gelten für alle Mitarbeitenden faire, transparente und nachvollziehbare Anstellungsbedingungen.

Berufsgruppen und interne Weiterentwicklung

Der Verband KVA Thurgau ist organisatorisch und betrieblich breit aufgestellt, was sich in einer Vielzahl an Berufsgruppen widerspiegelt. Neben dem Betrieb der Anlage in Weinfelden erfordern auch die regionalen Annahmezentren in Weinfelden und Hefenhofen sowie die Deponie in Berg entsprechend qualifiziertes Fachpersonal. Die Vielfalt der Funktionen ergibt sich aus mehreren Standorten, dem breiten Wirkungskreis des Verbands, der fortschreitenden Professionalisierung der Aufgaben sowie dem öffentlich‑rechtlichen Umfeld. Ergänzend prägen die Zusammenarbeit mit Partnerbetrieben, politischen Anspruchsgruppen und Umweltverbänden die Anforderungen an Fachwissen und Schnittstellenmanagement. Die Profillandkarte veranschaulicht diese Vielfalt. Die Grösse der Kreise zeigt dabei die Anzahl Stellen je Bereich.

Ein zentraler Schwerpunkt liegt auf der internen Weiterentwicklung der Mitarbeitenden. Mehr als 70 % der Führungspositionen konnten dank gezielter Förderung und systematischer Nachfolgeplanung intern besetzt werden. 15 Mitarbeitende diversifizierten ihr Kompetenzprofil, während vier Mitarbeitende eine weiterführende fachliche Spezialisierung absolvierten. Diese gezielte Entwicklung stärkt die fachliche Breite der Belegschaft und fördert die bereichsübergreifende Zusammenarbeit. 

Betriebliche Sozialberatung

Die KVA Thurgau bietet ihren Mitarbeitenden sowie deren Angehörigen den Zugang zu einer externen betrieblichen Sozialberatung. Die betriebliche Sozialberatung bietet einen niederschwelligen, vertraulichen Zugang zu professioneller Unterstützung bei beruflichen oder privaten Fragestellungen in allen Lebenssituationen. Sie stärkt die Handlungsfähigkeit der Mitarbeitenden in belastenden Situationen und wirkt sich dadurch positiv auf Stabilität, Motivation und Arbeitsleistung aus. Gleichzeitig werden Führungskräfte und HR bei sozial herausfordernden Fällen entlastet.

Your Future @KVA

Im Berichtsjahr erhielten wir die Ausbildungsbewilligung für die kaufmännische Grundbildung der Branche Dienstleistung & Administration und konnten erfolgreich einen Lehrvertrag für den Lehrstart 2026 abschliessen. Als öffentlich-rechtlicher Verband nehmen wir damit unsere gesellschaftliche Verantwortung als Ausbildungsbetrieb wahr und verstehen dies zugleich als Privileg, angehende Berufsleute zu begleiten, unser Wissen weiterzugeben und die Freude am Beruf zu vermitteln. Lernende bringen neue Perspektiven und Ideen in den Arbeitsalltag ein und leisten damit einen wertvollen Beitrag zu einem lebendigen Betriebsklima sowie zur Weiterentwicklung unserer Organisation. Gleichzeitig arbeiten wir kontinuierlich an der Weiterentwicklung und Gestaltung unserer Ausbildungslandschaft.

Finanzen

Erfolgsrechnung Gesamtverband

Gesamtverband
BezeichnungKommentarRechnung 2025Budget 2025Rechnung 2024
Erträge Abfallverwertung | Energie | Wertstoffe 46'622'804 45'532'800 52'390'535
Ertrag Gebührenträger 12'681'192 12'226'000 12'324'361
Ertrag Direktanlieferer 15'082'352 15'880'000 15'203'884
Ertrag Kompostaufbereitung 393'872 420'000 489'045
Ertrag Deponie Kehlhof 964'404 892'000 992'745
Energieerträge 11'738'606 10'642'500 16'236'380
Wertstoffertrag 5'425'294 5'349'800 6'994'282
Dienstleistungsertrag | übriger Ertrag 337'085 122'500 149'838
Aufwand Material | Dienstleistungen - 16'571'356 - 15'538'250 - 17'193'611
Einkauf Wertstoffe - 1'749'762 - 1'617'500 - 2'426'881
Wertstoffaufwand - 2'197'503 - 2'875'250 - 2'137'277
Verschiedener Betriebsaufwand - 12'624'091 - 11'045'500 - 12'629'453
Bruttoergebnis 1 30'051'447 29'994'550 35'196'924
Personalaufwand - 9'206'801 - 9'286'100 - 9'617'699
Besoldung Verwaltungsrat - 201'120 - 160'000 - 234'825
Besoldung Verwaltungsrat Ersatzbau - 156'375 - - 143'460
Löhne Verwaltung / Betrieb - 6'643'619 - 6'629'000 - 6'906'103
Arbeitgeberbeiträge - 1'643'894 - 1'720'600 - 1'696'337
Übriger Personalaufwand - 561'794 - 776'500 - 636'974
Bruttoergebnis 2 20'844'646 20'708'450 25'579'225
Sach- und Betriebsaufwand - 7'963'026 - 9'973'700 - 7'488'160
Verwaltungskosten - 2'039'522 - 2'023'600 - 1'756'637
Nicht aktivierbare Anlagen / Anschaffungen - 863'744 - 1'243'500 - 647'736
Versorgung Liegenschaften - 355'231 - 397'000 - 333'695
Dienstleistungen / Honorare - 1'514'713 - 1'524'500 - 842'813
Baulicher und betrieblicher Unterhalt - 2'877'245 - 4'534'600 - 3'669'310
Mieten, Pachten, Baurechtszinsen - 111'946 - 37'000 - 38'440
Spesenentschädigungen - 74'625 - 87'500 - 73'528
Rückstellungen - 126'000 - 126'000 - 126'000
Interne Verrechnungen - - -
Betriebsergebnis vor Abschreibungen 12'881'620 10'734'750 18'091'065
Abschreibungen - 1'291'710 - 1'100'000 - 1'378'563
Betriebsergebnis vor Finanzerfolg 11'589'911 9'634'750 16'712'502
Finanzaufwand - 22'184 - 900'000 -
Finanzertrag 2'162'334 1'003'000 3'343'432
Operatives Ergebnis 13'730'061 9'737'750 20'055'934
Entnahme Reserve - - 10'849'443
Einlage Spezialfinanzierungen | Vorfinanzierungen - 16'138'345 - 6'550'000 - 27'549'443
ausserordentliche Positionen 5'601'420 - -
Entschädigungen Gemeinwesen - 2'995'008 - 2'980'000 - 2'953'692
Gesamtergebnis 198'128 207'750 402'242

Erfolgsrechnung Verbrennung | Logistik | Recycling

Verbrennungsanlage | Logistik | Recycling
BezeichnungKommentarRechnung 2025Budget 2025Rechnung 2024
Erträge Abfallverwertung | Energie | Wertstoffe 45'112'884 44'262'800 50'948'266
Ertrag Gebührenträger 12'681'192 12'226'000 12'324'361
Ertrag Direktanlieferer 15'082'352 15'880'000 15'203'884
Ertrag Kompostaufbereitung - - -
Ertrag Deponie Kehlhof 44'625 42'000 39'521
Energieerträge 11'738'606 10'642'500 16'236'380
Wertstoffertrag 5'425'294 5'349'800 6'994'282
Dienstleistungsertrag | übriger Ertrag 140'816 122'500 149'838
Aufwand Material | Dienstleistungen - 16'345'965 - 15'270'250 - 16'930'068
Einkauf Wertstoffe - 1'749'762 - 1'617'500 - 2'426'881
Wertstoffaufwand - 2'197'503 - 2'875'250 - 2'137'277
Verschiedener Betriebsaufwand - 12'398'700 - 10'777'500 - 12'365'910
Bruttoergebnis 1 28'766'919 28'992'550 34'018'198
Personalaufwand - 9'004'012 - 9'099'500 - 9'436'185
Besoldung Verwaltungsrat - 201'120 - 160'000 - 234'825
Besoldung Verwaltungsrat Ersatzbau - 156'375 - - 143'460
Löhne Verwaltung / Betrieb - 6'500'312 - 6'477'000 - 6'757'992
Arbeitgeberbeiträge - 1'610'524 - 1'686'000 - 1'662'934
Übriger Personalaufwand - 535'682 - 776'500 - 636'974
Bruttoergebnis 2 19'762'907 19'893'050 24'582'012
Sach- und Betriebsaufwand - 7'211'715 - 9'051'400 - 6'783'880
Verwaltungskosten - 2'010'454 - 1'975'800 - 1'701'729
Nicht aktivierbare Anlagen / Anschaffungen - 860'317 - 1'243'500 - 641'805
Versorgung Liegenschaften - 285'358 - 330'000 - 272'793
Dienstleistungen / Honorare - 1'299'248 - 1'308'500 - 656'199
Baulicher und betrieblicher Unterhalt - 2'582'891 - 4'087'600 - 3'414'872
Mieten, Pachten, Baurechtszinsen - 100'861 - 20'000 - 24'999
Spesenentschädigungen - 72'585 - 86'000 - 71'484
Rückstellungen - - -
Interne Verrechnungen 20'000 20'000 20'000
Betriebsergebnis vor Abschreibungen 12'571'191 10'861'650 17'818'132
Abschreibungen - 1'122'714 - 1'100'000 - 1'148'173
Betriebsergebnis vor Finanzerfolg 11'448'478 9'761'650 16'669'959
Finanzaufwand - 22'184 - 900'000 -
Finanzertrag 2'162'334 1'003'000 3'343'432
Operatives Ergebnis 13'588'628 9'864'650 20'013'391
Entnahme Reserve - - 10'849'443
Einlage Spezialfinanzierungen | Vorfinanzierungen - 16'050'000 - 6'550'000 - 27'549'443
ausserordentliche Positionen 5'601'420 - -
Entschädigungen Gemeinwesen - 2'995'008 - 2'980'000 - 2'953'692
Gesamtergebnis 145'040 334'650 359'699

Erfolgsrechnung Kompostaufbereitung

Kompostaufbereitungsanlage, Hefenhofen
BezeichnungKommentarRechnung 2025Budget 2025Rechnung 2024
Erträge Abfallverwertung | Energie | Wertstoffe 393'872 420'000 489'045
Ertrag Gebührenträger - - -
Ertrag Direktanlieferer - - -
Ertrag Kompostaufbereitung 393'872 420'000 489'045
Ertrag Deponie Kehlhof - - -
Energieerträge - - -
Wertstoffertrag - - -
Dienstleistungsertrag | übriger Ertrag - - -
Aufwand Material | Dienstleistungen - 216'577 - 265'000 - 254'195
Einkauf Wertstoffe - - -
Wertstoffaufwand - - -
Verschiedener Betriebsaufwand - 216'577 - 265'000 - 254'195
Bruttoergebnis 1 177'295 155'000 234'850
Personalaufwand - 14'037 - 19'000 - 17'745
Besoldung Verwaltungsrat - - -
Besoldung Verwaltungsrat Ersatzbau - - -
Löhne Verwaltung / Betrieb - 9'900 - 15'000 - 14'584
Arbeitgeberbeiträge - 2'238 - 4'000 - 3'161
Übriger Personalaufwand - 1'900 - -
Bruttoergebnis 2 163'258 136'000 217'105
Sach- und Betriebsaufwand - 79'174 - 24'000 - 22'683
Verwaltungskosten - - -
Nicht aktivierbare Anlagen / Anschaffungen - - -
Versorgung Liegenschaften - 1'069 - 15'000 - 5'017
Dienstleistungen / Honorare - 12'368 - 1'000 - 4'171
Baulicher und betrieblicher Unterhalt - 65'736 - 8'000 - 13'479
Mieten, Pachten, Baurechtszinsen - - -
Spesenentschädigungen - - - 16
Rückstellungen - - -
Interne Verrechnungen - 5'000 - 5'000 - 5'000
Betriebsergebnis vor Abschreibungen 79'084 107'000 189'422
Abschreibungen - 25'996 - - 30'390
Betriebsergebnis vor Finanzerfolg 53'088 107'000 159'032
Finanzaufwand - - -
Finanzertrag - - -
Operatives Ergebnis 53'088 107'000 159'032
Entnahme Reserve - - -
Einlage Spezialfinanzierungen | Vorfinanzierungen - - -
ausserordentliche Positionen - - -
Entschädigungen Gemeinwesen - - -
Gesamtergebnis 53'088 107'000 159'032

Erfolgsrechnung Deponien

Deponie Kehlhof, BergDeponie Emmerig, Pfyn
BezeichnungKommentarRechnung 2025Budget 2025Rechnung 2024Rechnung 2025Budget 2025Rechnung 2024
Erträge Abfallverwertung | Energie | Wertstoffe 992'106 850'000 953'224 123'941 - -
Ertrag Gebührenträger - - - - - -
Ertrag Direktanlieferer - - - - - -
Ertrag Kompostaufbereitung - - - - - -
Ertrag Deponie Kehlhof 919'779 850'000 953'224 - - -
Energieerträge - - - - - -
Wertstoffertrag - - - - - -
Dienstleistungsertrag | übriger Ertrag 72'327 - - 123'941 - -
Aufwand Material | Dienstleistungen - 6'800 - - 5'489 - 2'014 - 3'000 - 3'858
Einkauf Wertstoffe - - - - - -
Wertstoffaufwand - - - - - -
Verschiedener Betriebsaufwand - 6'800 - - 5'489 - 2'014 - 3'000 - 3'858
Bruttoergebnis 1 985'306 850'000 947'735 121'927 - 3'000 - 3'858
Personalaufwand - 178'640 - 159'500 - 154'256 - 10'111 - 8'100 - 9'513
Besoldung Verwaltungsrat - - - - - -
Besoldung Verwaltungsrat Ersatzbau - - - - - -
Löhne Verwaltung / Betrieb - 125'376 - 130'000 - 125'766 - 8'032 - 7'000 - 7'762
Arbeitgeberbeiträge - 29'052 - 29'500 - 28'490 - 2'080 - 1'100 - 1'751
Übriger Personalaufwand - 24'212 - - - - -
Bruttoergebnis 2 806'666 690'500 793'479 111'816 - 11'100 - 13'371
Sach- und Betriebsaufwand - 594'984 - 821'000 - 626'146 - 77'153 - 77'300 - 55'451
Verwaltungskosten - 28'173 - 47'500 - 54'589 - 894 - 300 - 319
Nicht aktivierbare Anlagen / Anschaffungen - 3'427 - - 5'932 - - -
Versorgung Liegenschaften - 31'824 - 20'000 - 25'784 - 36'980 - 32'000 - 30'101
Dienstleistungen / Honorare - 188'942 - 195'000 - 167'779 - 14'154 - 20'000 - 14'665
Baulicher und betrieblicher Unterhalt - 203'571 - 414'000 - 230'676 - 25'047 - 25'000 - 10'283
Mieten, Pachten, Baurechtszinsen - 11'085 - 17'000 - 13'441 - - -
Spesenentschädigungen - 1'962 - 1'500 - 1'945 - 77 - - 84
Rückstellungen - 126'000 - 126'000 - 126'000 - - -
Interne Verrechnungen - 15'000 - 15'000 - 15'000 - - -
Betriebsergebnis vor Abschreibungen 196'682 - 145'500 152'333 34'663 - 88'400 - 68'823
Abschreibungen - 143'000 - - 200'000 - - -
Betriebsergebnis vor Finanzerfolg 53'682 - 145'500 - 47'667 34'663 - 88'400 - 68'823
Finanzaufwand - - - - - -
Finanzertrag - - - - - -
Operatives Ergebnis 53'682 - 145'500 - 47'667 34'663 - 88'400 - 68'823
Entnahme Reserve - - - - - -
Einlage Spezialfinanzierungen | Vorfinanzierungen - 53'682 - - - 34'663 - -
ausserordentliche Positionen - - - - - -
Entschädigungen Gemeinwesen - - - - - -
Gesamtergebnis 0 - 145'500 - 47'667 0 - 88'400 - 68'823

Kommentare zur Erfolgsrechnung

E-1Energieerträge
Erwartungsgemäss sind die Energieerträge aufgrund tieferer Strompreise zurückgekommen. Mengenmässig hat sich eine Verschiebung zu Dampf- und Fernwärmelieferungen ergeben, 181'634 MWh (VJ 171'326 MWh). Ins Stromnetz wurden 49'38 MWh (VJ 50'618) eingespeist.
Dank hoher Anlagenverfügbarkeit konnte die Gesamtmenge an verkaufter Energie im Jahr 2025 um 4.07 % auf 230'982 MWh gesteigert werden.
E-2Wertstoffe
Der negative Trend gegen Ende des Vorjahres hat sich 2025 fortgesetzt. Besonders betroffen sind die Fraktionen Altkleider und Papier/Karton, die sowohl bei den Preisen wie auch in den Mengen deutlich nachgelassen haben. Das Resultat aus Wertstofferträgen und direkt zuordenbaren Wertstoff-Aufwendungen ist positiv. Ein Deckungsbeitrag von CHF 1'478'029 (VJ CHF 2'430'124) fällt an, um die allgemeinen Kosten in diesem Bereich (Personal, RAZ, Anlagen) zu finanzieren.
Wir verweisen auf die Mehrjahresauswertung im Abschnitt Zahlen und Fakten.
E-3Verschiedener Betriebsaufwand
Die Budgetabweichungen sind im Wesentlichen auf folgende Positionen zurückzuführen:
- Beiträge an UFC-Finanzierungen (+160 TCHF)
- Entsorgungskosten für Schlacke, Flugasche etc. (+ 680 TCHF)
- Transport und Sammelkosten (+ 430 TCHF)
- Umleitungen (+ 370 TCHF)
Wir sind generell mit steigenden Kosten in diesem Segment konfrontiert.
E-4Personalaufwand
Im Budget 2025 wurden die Kosten für die Verwaltungsratstätigkeit im Ersatzbau (CHF 155'000) nicht unter dem Personalaufwand, sondern im Konto Honorare berücksichtigt. Wie bereits im Dezember 2025 anlässlich der Budgetdebatte 2026 erläutert, müssen diese Kosten in den Personalkosten ausgewiesen werden.
Unter diesem Aspekt schliessen die Personalkosten rund CHF 230'000 tiefer als budgetiert ab.
E-5Nicht aktivierbare Anlagen / Anschaffungen
Geplante Entwicklungen in der ICT wurden neu bewertet und zurückgestellt (Einsparung ca. 360 TCHF)
E-6Baulicher und betrieblicher Unterhalt
2025 war ein weiteres Jahr mit hoher Anlagenverfügbarkeit und wenigen ungeplanten Ausfällen. Die grössten Einsparungen gegenüber Budget haben sich ergeben
- Kosten für Rekultivierung Kehlhof (- 190 TCHF)
- Liegenschaftenunterhalt KVA, Weinfelden (- 145 TCHF)
- Haustechnik (- 90 TCHF)
- Anlagen der Verbrennung (- 400 TCHF)
E-7Mieten, Pachten, Baurechtszinsen
Das Baufeld für den Ersatzbau musste geräumt werden und Ersatzflächen für die Lagerung von UFC-Containern zusätzlich gemietet werden. Diese Kosten waren im Zeitpunkt der Erstellung des Budgets 2025 nicht bekannt.
E-8Finanzaufwand
Im Budget 2025 waren die Kosten für die Bereitstellung der Finanzierung für den Ersatzbau eingeplant. Die Verhandlungen mit den Banken dauerten länger. Die Kosten fallen im Folgejahr an.
E-9Finanzertrag
Die Finanzmärkte haben besser performt als budgetiert. Die Jahresrendite beträgt 6.41 %.
E-10Einlage Spezialfinanzierungen / Vorfinanzierungen
Das positive Jahresergebnis lässt eine Zuweisung an die Vorfinanzierung Ersatzbau in Höhe von CHF 16.05 Mio. zu.
Weiter konnten rund CHF 200'000 kantonale Finanzierungsbeiträge für die Deponien vereinnahmt werden.
E-11Ausserordentliche Positionen
Der Verkaufserlös aus dem Teilverkauf der Parzellen Müllheim, der den Buchwert übersteigt, wird als ausserordentlicher Erfolg aus Anlagenabgang ausgewiesen.

Bilanz

Kommentar31.12.202531.12.2024
Aktiven
Flüssige MittelB-1 15'802'317 5'830'073
Forderungen 7'885'422 8'365'067
FinanzanlagenB-1 36'357'278 49'191'767
Aktive RechnungsabgrenzungenB-2 7'957'924 878'000
Finanzvermögen 68'002'941 64'264'906
Anlage KVA Thurgau, ErsatzbauB-3 39'562'079 22'992'638
Wärmeprojekte / Energy HubB-4 583'265 -
Anlage KVA Thurgau 3'954'000 4'150'000
LogistikB-5 1'527'200 1
Regionale Annahmezentren 6'082'000 6'307'000
Übrige Deponien und Anlagen 1'503'001 3'276'001
Verwaltungsvermögen 53'211'545 36'725'640
Aktiven 121'214'486 100'990'546
Passiven
Laufende Verbindlichkeiten 9'104'030 5'848'081
Passive Rechnungsabgrenzungen 1'048'518 543'000
Rückstellungen 5'416'011 5'290'011
Finanzierungen - -
Fremdkapital 15'568'559 11'681'092
Spezialfinanzierung Deponie Kehlhof 5'858'200 5'852'185
Spezialfinanzierung Deponie Emmerig 2'066'400 2'100'560
Spezialfinanzierung im Eigenkapital 7'924'601 7'952'745
Vorfinanzierung Unterhaltsreserve 2'500'000 2'500'000
Vorfinanzierung ErsatzbauB-6 88'849'443 72'799'443
Wertschwankungsreserven Finanzanlagen 3'200'000 3'200'000
Vorfinanzierungen / Reserven 94'549'443 78'499'443
Kumulierte Ergebnisse der Vorjahre 2'973'756 2'455'024
Jahresergebnis vor Ergebnisverwendung 198'128 402'242
Bilanzüberschuss 3'171'883 2'857'266
Eigenkapital 105'645'927 89'309'454
Passiven 121'214'486 100'990'546

Kommentare zur Bilanz

B-1Flüssige Mittel / Finanzanlagen
Im Hinblick auf den Liquiditätsbedarf aus dem Ersatzbauprojekt wurden erste Verkäufe in den Finanzanlagen getätigt und die liquiden Mittel aufgebaut.
Entsprechend hat sich die Bilanzposition Finanzanlagen reduziert.
B-2Aktive Rechnungsabgrenzungen
Die Zahlung aus dem Immobilienverkauf Müllheim hat erst im Januar 2026 stattgefunden. Nebst den üblichen Positionen ist ein Betrag von CHF 7'186'420 für dieses Geschäft abgegrenzt.
B-3Ersatzbau
Der Ersatzbau verzögert sich aufgrund verschiedener Entwicklungen: Einerseits die Novellierung der EU-Verordnung zur Abfallverbringung ins Ausland, welche zu einer signifikanten Reduktion der künftig zu verwertenden Abfallmengen in der KVA Thurgau führen könnte. Andererseits ist die Finanzierung des Gesamtprojekts nicht abschliessend gesichert. Diese Faktoren haben potenziell wesentliche Auswirkungen auf das Ersatzbau-Projekt und somit auf die Werthaltigkeit dieser Bilanzposition.
B-4Wärmeprojekte / Energy Hub
Die angefallenen Projektkosten seit der Kreditgenehmigung durch Gemeinden werden aktiviert, um sie in nachfolgende Trägerorganisationen einzubringen.
B-5Logistik
In dieser Bilanzposition werden die neu angeschafften Bahncontainer für die Sammlung aus den Unterflurcontainern ausgewiesen (vgl. Investitionsrechnung)
B-6Vorfinanzierung Ersatzbau
Dank einem sehr guten operativen Ergebnis und zusätzliche ausserordentliche Mittel aus dem Verkauf der Immobilie in Müllheim kann die Vorfinanzierung Ersatzbau im Jahr 2025 mit einem Betrag von CHF 16.05 Mio. geäufnet werden.

Geldflussrechnung

BezeichnungKommentar20252024
Jahresgewinn 198'128 402'242
Δ Rückstellungen 126'000 151'000
Δ Spezialfinanzierungen - 28'144 270'609
Δ Vorfinanzierungen 16'050'000 16'700'000
+ Abschreibungen 1'291'710 1'378'563
Brutto Cash Flow 17'637'693 18'902'414
Δ Guthaben 479'645 - 2'608'500
Δ Aktive Rechnungsabgrenzung - 7'079'924 220'933
Δ Laufende Verbindlichkeiten 3'255'949 1'621'283
Δ Passive Rechnungsabgrenzung 505'518 - 232'757
Geldfluss aus operativer Tätigkeit 14'798'881 17'903'372
Investition (-) / Desinvestition (+) Finanzanlagen 12'834'728 - 11'553'992
Netto-Investitionen Ersatzbau - 16'569'441 - 7'840'608
Netto-Investitionen Wärmeprojekte (Rahmenkredit) - 583'265 -
Netto-Investitionen in übriges Verwaltungsvermögen - 625'148 - 1'582'135
Geldfluss aus Investitions- und Anlagetätigkeit - 4'943'126 - 20'976'735
Δ Bankfinanzierungen (+ Aufnahme / - Rückzahlung) - -
Beiträge für Deponie 52'967
Gewinnverwendung Vorjahre 116'489 - 381'143
Geldfluss aus Finanzierungstätigkeit 116'489 - 328'176
Total Geldfluss 9'972'244 - 3'401'539
Flüssige Mittel Jahresbeginn 5'830'073 9'231'612
Flüssige Mittel Jahresende 15'802'317 5'830'073
Veränderung Flüssige Mittel 9'972'244 - 3'401'539

Investitionsrechnung

BezeichnungKommentarRechnung
2025
Budget
2025
Desinvestitionen 7'186'420 8'600'000
Verkauf Parzellen 909 / 1066 / 1363 / 1409, MüllheimI-1 7'186'420 8'600'000
Investitionen 19'362'854 1'880'000
RAZ Hefenhofen - 250'000
Kompostanlage, SternsiebI-2 250'000
RAZ Weinfelden -
KVA Weinfelden 2'210'148 1'630'000
Swiss Zinc AG (Gründung)I-3 480'000
Teilersatz EntschlackerI-4 316'948 420'000
Teilersatz PLSI-5 180'000 230'000
Ersatz Terberg (Entladefahrzeug)I-6 229'500 500'000
Neuanschaffung IES-Container für UFC-SammlungI-7 1'483'700
KVA Ersatzbau 16'569'441 -
Investitionen in den ErsatzbauI-8 16'569'441
Wärmeprojekte (Rahmenkredit) 583'265 -
Fernwärme Kreuzlingen / KonstanzI-9 522'445
Dampfversorgung SulgenI-10 60'820

Kommentare zur Investitionsrechnung

I-1Desinvestition Immobilie
Teilverkauf der Immobilien in Müllheim. Der grösste Teil des geplanten Immobilienverkaufes konnte realisiert werden. Es verbleiben noch drei Restparzellen. Der Buchwert in Höhe von CHF 1'585'000 wurde ausgebucht und ein ausserordentlicher Erfolg aus Anlagenverkauf über CHF 5'601'420 der Erfolgsrechnung zugewiesen.
Das Desinvestitionsbudget über CHF 8.6 Mio. wird mit dem Verkauf der Restparzellen voraussichtlich eingehalten.
I-2Investition Kompostaufbereitung
Investition in das Sternsieb verzögert sich
I-3Investition Beteiligung
Eine Beteiligung an Swiss Zinc AG ist noch nicht entscheidungsreif.
I-4Investition Entschlacker
Der Entschlacker wurde im Zuge der Revision ersetzt. Die Budgetvorgaben konnten eingehalten werden.
I-5Investition Prozessleitsystem
Ebenfalls im Zuge der Revision wurde das Prozessleitsystem aktualisiert. In erster Linie haben wir Ersatzteile beschafft, die in Zukunft nicht mehr erhältlich sein werden (End-of-Life).
I-6Investition Interne Logistik
Der Ersatz des Terberg (Kettenfahrzeug für den Bahnablad) konnte noch nicht vollständig abgewickelt werden. Bisher aktiviert wurde die Anzahlung an das Fahrzeug.
I-7Investition Sammellogistik
Die Lieferung der neuen Unterflurcontainer hat sich in das Berichtsjahr 2025 verschoben. Budgetiert im Jahr 2024 waren CHF 1.8 Mio.
I-8Investition Ersatzbau
Grundsätzlich sind die Investitionen in den Ersatzbau seit der Kreditbewilligung durch die Gemeinden abgenommen. Wir weisen die getätigten Investitionen im Jahr 2025 aus, welche sich ausschliesslich aus Honoraren und Dienstleistungsaufwendungen für das Ersatzbauprojekt zusammensetzen. Es sind im Jahr 2025 keine Zahlungen für Bauarbeiten ausgeführt worden.
I-9Investitionen Fernwärme Kreuzlingen / Konstanz
Die anfallenden Kosten für die Transportleitung von Weinfelden nach Kreuzlingen werden aktiviert und bei Realisierung an eine noch zu gründende Trägergesellschaft weiterverrechnet.
I-10Investitionen Dampfleitung Sulgen
Die Projektierungsarbeiten für eine Dampfleitung nach Sulgen sind bereits weit fortgeschritten.

Antrag auf Verwendung des Jahresergebnisses

Der Verwaltungsrat beantragt, den Ertragsüberschuss wie folgt zu verwenden:

ErtragsüberschussCHF198'128Zuweisung an Kumulierte Ergebnisse der Vorjahre

Anhang

1. Grundlagen und Grundsätze der Rechnungslegung

Angewandtes Regelwerk

Die Jahresrechnung wurde in Übereinstimmung mit der Verordnung des Regierungsrates über das Rechnungswesen der Gemeinden vom 23. April 2013 erstellt. Diese beruht auf den Grundsätzen des Harmonisierten Rechnungsmodells 2 (HRM2) der Konferenz der Kantonalen Finanzdirektoren.

Die Details zum Regelwerk sind im kantonalen Handbuch HRM2 ersichtlich.

Aktivierungsgrenze Verwaltungsvermögen

Die Aktivierungsgrenze für das Verwaltungsvermögen beträgt bei wertvermehrenden Investitionen CHF 100’000. Anschaffungen unter diesem Betrag sowie Ausgaben für werterhaltende Investitionen werden im Anschaffungsjahr der Erfolgsrechnung belastet.

2. Eigenkapitalnachweis

in CHF

Bezeichnung01.01.2025EntnahmeEinlage31.12.2025
Vorfinanzierung Bauprojekte Deponie Kehlhof 5'852'185 47'667 53'682 5'858'200
Deponie Emmerig , Pfyn 2'100'560 68'823 34'663 2'066'400
Spezialfinanzierung im Eigenkapital 7'952'745 116'489 88'345 7'924'601
Vorfinanzierung Unterhaltsreserve 2'500'000 - - 2'500'000
Vorfinanzierung Ersatzbau 72'799'443 - 16'050'000 88'849'443
Wertschwankungsreserve Finanzanlagen 3'200'000 - - 3'200'000
Vorfinanzierung 78'499'443 - 16'050'000 94'549'443
Kumulierte Ergebnisse der Vorjahre 2'455'024 - 518'732 2'973'756
Jahresergebnis 402'242 402'242 198'128 198'128
Bilanzüberschuss 2'857'266 402'242 716'859 3'171'883
Eigenkapital vor Ergebnisverwendung 89'309'454 518'732 16'855'204 105'645'927
- -

Der vorliegende Eigenkapitalnachweis wurde nach den gesetzlichen Vorgaben, den Anforderungen von HRM2 und den branchenspezifischen, gesetzlichen Vorgaben für den Eigenmittelnachweis erstellt.

3. Beteiligungs- und Gewährleistungsspiegel

Organisation
Rechtsform
TätigkeitEigenkapitalAnteil
KVA Thurgau
Buchwert
31.12.2025
Bemerkung
Tricycling
Mittelthurgau
AG
Umweltgerechte Bewirtschaftung und Entsorgung von Abfällen aus Baustellen, Gewerbe, Industrie, Landwirtschaft und Privathaushalten in Zusammenarbeit mit den kantonalen und kommunalen Behörden, insbesondere für die Region Mittelthurgau 112'500 33% 37'000 Keine
OrganisationTätigkeitZeitraumCHF / EURArt der Gewährleistung
Eidg. Ober-
zolldirektion
Sicherheit für zentralisiertes Abrechnungsverfahren
Zollverwaltung
01.2006 - unbefristetCHF 20'000Sicherheit für zentralisiertes Abrechnungsverfahren
ABKAbfallwirtschaftsgesellschaft Landkreis Bodensee und Konstanz06.2005 - 12.20254'453'220Lieferungs- und Gewährleistungsgarantie
Pensions-kassePensionskasse WeinfeldenCHF 5'056'864Maximaler Garantiebetrag bis zur Vollkapitalisierung

4. Rückstellungsspiegel

in CHF

Bezeichnung01.01.2025Bildung
Erhöhung
Auflösung31.12.2025
Delkredere 80'000 - - 80'000
Baulicher Unterhalt Deponie Kehlhof 2'364'652 21'500 - 2'386'152
Störfall-Nachsorge Deponie Kehlhof 468'665 4'500 - 473'165
Ordentliche Nachsorge Deponie Kehlhof 1'547'746 100'000 - 1'647'746
Rückstellungen Altlastensanierungen 828'948 - - 828'948
Total Rückstellungen 5'290'011 126'000 - 5'416'011

5. Anlagespiegel

in CHF

Buchwert
Bezeichnung01.01.2025ZugängeAbgängeWertberichti-
gungen (+/-)
31.12.2025
Call- und Festgelder 21'078'062 27'180'000 38'928'662 - 9'329'400
UBS Anlagen 8'191'747 393'965 1'863'162 6'722'550
TKB Depot 19'884'957 3'037'106 2'653'736 - 20'268'328
Tricycling Mittelthurgau AG 37'000 37'000
Finanzanlagen 49'191'767 30'611'071 43'445'560 - 36'357'278

AnschaffungskostenKumulierte AbschreibungenBuchwert
Bezeichnung01.01.2025Zugänge (+)
Abgänge (-)
01.01.2025Planm.
Abschr.
Gewinn-
verw. VJ
31.12.202531.12.2025
Grundstücke 2'450'000 - -1'250'000 -200'000 - -1'450'000 1'000'000
Gebäude 8'312'511 496'948 -5'362'511 -492'948 - -5'855'459 2'954'000
Anlage KVA Thurgau 10'762'511 496'948 -6'612'511 -692'948 - -7'305'459 3'954'000
Anlage KVA Thurgau, Ersatzbau 22'992'638 16'569'441 - - - - 39'562'079
Wärmeprojekte / Energy Hub - 583'265 - - - - 583'265
Einrichtungen / Fahrzeuge - 229'500 - - - - 229'500
Sammellogistik 1 1'483'700 - -186'001 - -186'001 1'297'700
Logistik 1 1'713'200 - -186'001 - -186'001 1'527'200
Grundstück RAZ Kreuzlingen 900'000 -108'000 -32'000 - -140'000 760'000
RAZ Hefenhofen 249'915 -173'915 -15'000 - -188'915 61'000
RAZ Weinfelden; Grundstück 1'900'000 -229'000 -51'000 - -280'000 1'620'000
RAZ Weinfelden; Gebäude 4'200'000 -756'000 -105'000 - -861'000 3'339'000
RAZ Weinfelden; Einrichtungen 650'000 -326'000 -22'000 - -348'000 302'000
Regionale Annahmezentren 7'899'915 - -1'592'915 -225'000 - -1'817'915 6'082'000
Areal ehemalige KVA Müllheim 1'800'000 -1'585'000 -215'000 - - -215'000 -
Kompostaufbereitungsanlage Hefenhofen 267'765 -59'765 -26'000 - -85'765 182'000
Deponie Emmerig 1 - - - - 1
Deponieland Rüti 550'000 - -67'000 -19'000 - -86'000 464'000
Deponie Kehlhof 1'674'013 -674'013 -143'000 - -817'013 857'000
übrige Deponien und Anlagen 4'291'779 -1'585'000 -1'015'778 -188'000 - -1'203'778 1'503'001
Verwaltungsvermögen 45'946'844 17'777'854 -9'221'204 -1'291'949 - -10'513'153 53'211'545

6. Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

Die Delegierten des Verbandes KVA Thurgau haben an der ausserordentlichen Delegiertenversammlung vom 18. März 2026 beschlossen, das Ersatzbauprojekt in einen "gesicherten" Zustand zu überführen und durch eine Arbeitsgruppe aus Gemeindevertreter:innen überprüfen zu lassen. Der Verband tätigt ab diesem Zeitpunkt nur noch Ausgaben und Investitionen in jene Arbeiten, die für die laufenden Vorarbeiten auf dem Bauareal und den Abschluss des Baubewilligungsverfahrens nötig sind. Die Weiterführung des Projekts mit allfälligen Anpassungen oder ein Projektabbruch ist durch die Delegiertenversammlung zu beschliessen.

Bericht der Kontrollstelle

Zahlen und Fakten

Finanzielle Lage

Nettokosten der Verbrennung und Cashflow

Nettokosten Verbrennung
CHF pro Tonne Kehricht
image
Cashflow Verband
Mio. CHF
image

Die Erfolgsrechnung des Verbandes weist einen Gewinn aus von CHF 198'128. Im Bereich von «Verbrennung, Recycling, Logistik» beträgt der Überschuss CHF 145'040, bei der Kompostaufbereitung in Hefenhofen erreicht der Gewinn CHF 53'088 (VJ CHF 159'032). Nach Berücksichtigung der kantonalen Beiträge weist die Altdeponie Emmerig in Pfyn einen Ertragsüberschuss von CHF 34'663 aus, die Deponie Kehlhof weist einen Ertragsüberschuss von CHF 53'682. 2025 wurden 152'731 Tonnen (VJ 155’019) brennbares Material in die KVA Thurgau nach Weinfelden geliefert. Davon wurden 148'239 Tonnen (VJ 150'263 Tonnen) verbrannt, die restliche Abfallmenge wurde innerhalb der Schweiz umgeleitet.

Die Erträge aus Gebühren (Sackgebühren, Vignetten, Plomben) haben um 2.9 % zugenommen, die Erträge aus Direktanlieferungen sind um 0.8 % zurückgegangen. Insgesamt sind die Erträge aus den Abfallanlieferungen sehr stabil.

Bei den Wertstoffen hat sich der negative Trend, der sich in Q4/2024 manifestiert hat, auch im Jahr 2025 fortgesetzt. In den wichtigen Fraktionen Papier / Karton / Glas / Altkleider sind die Erträge deutlich zwischen 8 % bis 68 % gegenüber Vorjahr zurückgegangen. Trotz grosser ökologischer Sinnhaftigkeit sieht sich die Recycling-Branche mit einer grossen wirtschaftlichen Herausforderung konfrontiert.

Die Energieerträge fallen gegenüber Vorjahr erwartungsgemäss deutlich tiefer aus, aber erfreulicherweise schliesst der Verband bei den Energieerträgen 10.3 % über Budget ab. Die Stromabgabe ins Netz betrug 49'348 MWh (VJ 50’618 MWh). Die Dampfabgabe und die Fernwärmelieferung erreichten mit 181’634 MWh eine höhere Menge gegenüber Vorjahr (VJ 171’326 MWh). Die normalisierten Energiepreise führen schliesslich zu Verbrennungskosten pro Tonne wie in den Jahren vor 2024.

Die Personalkosten sind gemäss Budget angefallen. Das zweite Jahr in Folge nehmen die Personalkosten gegenüber der Vorperiode ab. Der Hintergrund ist eine Verjüngung im Personalbestand mit der Verabschiedung einiger langjähriger Mitarbeitenden.

Der Sach- und Betriebsaufwand liegt unter dem Budget, jedoch 13 % über Vorjahr. Ins Gewicht fallen höhere Versicherungsprämien, IT-Kosten und Honorare für externe Experten.

Die Finanzmärkte haben im Jahr 2025 erstaunlich robust auf die geopolitischen Verwerfungen und den Zerfall der regelbasierten Weltordnung reagiert. Beim Finanzertrag ist ein positives Ergebnis zu verzeichnen. Die Zinserträge betrugen rund CHF 0.9 Mio. (VJ 1 Mio.) und bei den Wertpapieren konnten Kursgewinne von CHF 1.2 Mio. (VJ CHF 2.2 Mio.) erzielt werden. Die Performance des extern verwalteten Finanzvermögens betrug 6.41 % (VJ 9.63 %).

Das operative Ergebnis im Jahre 2025 beträgt CHF 13.7 Mio. Es konnte eine Einlage für Vorfinanzierungen von CHF 16.05 Mio. verbucht werden.

Ersatzbau

Das Jahr 2025 stand für das Ersatzbauprojekt ganz im Zeichen der Bauvorbereitungen. Mit hoher Intensität haben die Planer in allen Fachbereichen die Planungen vorangetrieben. Mit Erfolg! Im August 2025 konnte das Baugesuch termingerecht bei den Gemeinden Weinfelden und Bürglen eingereicht werden.

Im Frühsommer 2025 wurden im öffentlichen Submissionsverfahren das Los 1 (Feuerung & Kessel), das Los 2 (Rauchgasreinigung) sowie die Lose 3.1 / 3.2 / 3.3 (Energienutzung) ausgeschrieben. Die Angebote sind eingegangen und im 4. Quartal 2025 haben Unternehmenspräsentationen stattgefunden.

Im Spätsommer 2025 wurden vorgezogene – separat bewilligte – Arbeiten in Auftrag gegeben, um das Baufeld für den erwarteten Baubeginn im Herbst 2026 vorzubereiten. Die Bauarbeiten für die Trockenlegung der Entwässerungsbecken, das Errichten der Entwässerung während der Bauzeit, die Umlegung der Dampfleitung und die Entsorgung des auf dem Gelände abgelagerten Schlammes aus dem Kiesabbau wurden im Oktober gestartet.

Aufgrund der offenen Fragestellungen, die sich in der zweiten Jahreshälfte eröffneten (Novellierung EU-Verordnung, Finanzierung) sowie aufgrund der Informationsbedürfnisse der Gemeinden, welche an der Informationsveranstaltung vom 21. Oktober 2025 und an der Delegiertenversammlung vom 10. Dezember 2025 nicht gedeckt werden konnten, sah sich der Verwaltungsrat gezwungen, das Projekt vorübergehend in einen gesicherten Zustand zu überführen und nur noch zwingend notwendige Investitionen freizugeben sowie das Baubewilligungsverfahren bis zum Vorliegen der Bewilligung weiterzuführen.

Die Baukommission setzte diese Beschlüsse um: Es wurden die offenen Unternehmenspräsentationen abgesagt und die Submissionsverfahren in den Losen 1–3 sistiert. Auch die vorgezogenen Arbeiten wurden weitgehend eingestellt. Lediglich die ohnehin notwendige Schlammentsorgung wird vollendet.

Endkostenprognose (EKP) per 31. Dezember 2025

in Mio. CHF

Preisbasis Objektkredit und prognostizierte Endkosten: April 2020

Energieprojekte

Wärmeprojekt Weinfelden

Mit der TBW konnte ein Fernwärmeliefervertrag für die Versorgung der Stadt Weinfelden mit CO2-freier Wärme aus der KVA abgeschlossen werden.

Des Weiteren wurden mit der Thurplus von Frauenfeld lose Gespräche geführt, um die Entwicklung von Fernwärmeversorgungsgebiete, insbesondere im Osten der Stadt Frauenfeld, zu koordinieren.

Fernwärme für Kreuzlingen und Konstanz

Die drei Projektpartner Energie Kreuzlingen, Stadtwerke Konstanz und Verband KVA Thurgau beabsichtigen die gemeinsame Entwicklung der Fernwärmeversorgung der beiden Städte.

Die Bestandteile der Fernwärmeversorgung (Transportleitung, Übergabezentrale, städtische Netzentwicklung in Kreuzlingen und Konstanz) werden in einem Steuerungsausschuss koordiniert.

Der Verband beteiligt sich ausschliesslich bei der Entwicklung der Transportleitung zwischen der KVA und Kreuzlingen. Hierzu wurde der Verband vom Steuerungsausschuss beauftragt, ein Vorprojekt zu folgenden Themen zu entwickeln:

  1. Technisches Projekt / Linienführung
  2. Trägerschaft / Finanzierung
  3. Kommunikation

Pro Thema wurde eine Arbeitsgruppe zur Vertretung der Interessen der drei Projektpartner - paritätisch zusammengesetzt – ins Leben gerufen.

Per 31. Dezember 2025 präsentiert sich der Arbeitsstand wie folgt:

Technisches Projekt / Linienführung
Die Linienführung ist grösstenteils definiert. Der Abschluss des Vorprojektes gemäss SIA Leistungsmodell (SIA Phase 31) steht kurz bevor.

Trägerschaft / Finanzierung
Es ist vorgesehen, aus den Projektpartnern eine Trägerschaft für den Bau, die Finanzierung und den Betrieb der Transportleitung zu schaffen. Das Interesse der Projektpartner an einer Beteiligung an der Trägerorganisation ist bestätigt. Die finanziellen Möglichkeiten für eine massgebliche Beteiligung sind jedoch bei allen drei Parteien eingeschränkt. Es werden die Gespräche auf weitere potenzielle Partner ausgeweitet. Nach wie vor wird hierfür eine Thurgauer Lösung favorisiert.

Kommunikation
Die Projektentwicklung sowie mögliche Varianten der Linienführung wurden den Gemeinden vorgestellt und diese eingebunden. Eine weitergehende Kommunikation ist vorbereitet. Sie wurde aufgrund der politischen Situation bei den Partnern zurückgestellt.

Dampfleitung nach Sulgen / Bischofszell

Die Planungsarbeiten für eine Dampfleitung nach Sulgen / Bischofszell sind weit fortgeschritten. Die Entscheidungsgrundlagen für die potenziellen Abnehmer Hochdorf Swiss Nutrition AG und FFB (Fresh Food & Beverage Group, Migros) liegen vor.

Die FFB hat sich im 4. Quartal 2025 aus dem Projekt zurückgezogen. Begründet wird der Entscheid durch die Risikobewertung aufgrund der Langfristigkeit. Die FFB fokussiert zuerst auf interne Projektoptimierungen, bevor die Wärmeversorgung geregelt wird.

Die Gespräche mit Hochdorf sind nicht abgeschlossen.

Entwicklung Energy Hub

Der Fokus lag auf dem Projekt Ersatzbau KVA und der Abgabe von Strom und Wärme aus der Abfallverwertung. Die Vision des Energy Hubs wurde nicht weiterentwickelt.

Kostenstand per 31. Dezember 2025

in Tausend CHF

Logistik

BEREICH LOGISTIK

Menge im Sammeldienst

Insgesamt sammelten vier IES-Kehrichtfahrzeuge (Unterflurcontainer UFC) sowie sechs konventionelle Sammelfahrzeuge plus ein Ersatzfahrzeug (UFC) im Verbandsgebiet 39’201 Tonnen. Die Mengen blieben gegenüber dem Vorjahr unverändert. Davon wurden 13'104 Tonnen (VJ 9’456 Tonnen) auf der Bahn direkt zur KVA angeliefert (inkl. Umleitungen). Sammellose im direkten Umfeld der KVA (9'299 Tonnen) werden direkt auf die Anlage in Weinfelden geliefert. Im Juli 2025 erfolgte im UFC-Sammelbereich die Umstellung auf ein bahntaugliches System. Infolge dieses Systemwechsels erfolgt seit diesem Zeitpunkt auch ein grosser Anteil der UFC-Sammelmengen per Bahn zur KVA in Weinfelden. Während der beiden Revisionen wurde ein Teil der Abfälle – per Bahn – in andere Anlagen umgeleitet.

Gewerbliche Mengen Einzugsgebiet

Die Mengen aus Gewerbe und Industrie (Direktanlieferer KVA und RAZ) betrugen rund 58'650 Tonnen (VJ 55’235 Tonnen). Sie konnten gegenüber dem Vorjahr ein weiteres Mal um 6.2 % gesteigert werden. Während der Revisionen wurde ein Teil in andere Anlagen umgeleitet.

Gewerbliche Mengen Schweiz

Von Schweizer Kunden ausserhalb des Einzugsgebietes wurden rund 4'839 Tonnen (VJ 6'109 Tonnen) übernommen, was einer Abnahme von 20 % gegenüber dem Vorjahr entspricht. Dies als Folge der höheren Anliegermengen aus dem Einzugsgebiet.

Mengen aus dem Ausland (Süddeutschland / Vorarlberg)

Aus den beiden Landkreisen Konstanz und Bodenseekreis sowie aus dem Land Vorarlberg wurden rund 50'041 Tonnen (VJ 54’451 Tonnen) angeliefert. Dies entspricht einem Rückgang von 8.1 %. Die Mengen aus den beiden Landkreisen unterliegen Schwankungen. Die Reduktion von Marktkehricht ist wiederum das Resultat der hohen Anliefermengen aus dem Einzugsgebiet.

Unterflurcontainer (UFC)

Bis zum Ende des Berichtsjahres wurden im ganzen Einzugsgebiet der KVA Thurgau 119 neue Unterflur- und Halbunterflurcontainer in Betrieb genommen (VJ 112). 41 sind noch im Bau. Die Anzahl in Betrieb stehender UFC beträgt 1’620 Stück. In dieser Zeit wurden in diesen Gebinden 22'196 Tonnen Haushaltskehricht gesammelt. Das Resultat der letzten zwölf Jahre zeigt, dass sich das System in den Gemeinden bestens etabliert hat. Die Einführung der UFC wird kompensiert mit der Aufhebung von offenen Sammelplätzen. Unser Ziel, bis 2025 die offenen Sammelplätze im ganzen Verbandsgebiet aufzuheben und auf die vollständige Gebindesammlung umzustellen, wurde nicht erreicht. Die Vereinbarung mit den Gemeinden, eine Anschubfinanzierung beim Bau von UFC zu gewähren, ist per 31. Dezember 2025 ausgelaufen. Eine Weiterführung der Anschubfinanzierung wurde von der ausserordentlichen Delegiertenversammlung am 18. März 2026 abgelehnt.

Installierte UFC im Verbandsgebiet

UFC-Sammelfahrzeuge

Im Juni 2023 wurde der Zuschlag für den neuen Sammelauftrag von 2025 bis 2033 erteilt. Damit einhergehend kommen ab 2025 neue UFC-Sammelfahrzeuge zum Einsatz, welche alle mit einem CO-neutralen Elektroantrieb ausgestattet sind. Ebenso sind fristgerecht die neuen Bahncontainer (vgl. Investitionsrechnung) ausgeliefert worden. Seit 30. Juni 2025 wird mit den neuen Fahrzeugen gesammelt.

BEREICH WARENANNAHME

Regionale Annahmezentren (RAZ)

Der Betrieb in Hefenhofen verläuft im Berichtsjahr erneut störungsfrei. Die angelieferte Menge bewegt sich im langjährigen Mittel (ca. 3’450 Tonnen). Die im letzten Managementbericht angesprochene Problematik einer PFAS-Belastung wurde im 2025 weiter analysiert und mit den Behörden besprochen. In Absprache mit dem Amt für Umwelt TG sind keine weiteren Massnahmen zu planen. Über die künftige Nutzung des Areals wird nachgedacht. Alle Überlegungen stehen in enger Abhängigkeit zu den Entwicklungen in Sachen Ersatzbau.

Der Betrieb Weinfelden lief störungsfrei. Die Mengen gegenüber dem Vorjahr haben mit rund 3'800 Tonen (VJ 3’600 Tonnen) leicht zugenommen und sind mit grosser Wahrscheinlichkeit das Resultat des Brandfalles im RAZ Kreuzlingen.

Sowohl im RAZ Hefenhofen als auch im RAZ Weinfelden mussten im Verlauf des Jahres längere, gesundheitsbedingte Ausfälle beim Personal aufgefangen werden. Dank eines guten Teamgeistes konnten die fehlenden Ressourcen innerbetrieblich bereitgestellt werden. Die Kunden der beiden RAZ mussten keinerlei Einschränkungen in Kauf nehmen.

Die Zusammenarbeit mit dem RAZ Frauenfeld, welches durch die Tricycling Mittelthurgau AG in Frauenfeld betrieben wird, funktioniert einwandfrei. Die Anliefermenge bewegt sich im Rahmen der Vorjahre. Für die Kunden steht eine moderne Entsorgungsanlage in der Region Frauenfeld zur Verfügung, welche rege benutzt wird.

Der Betrieb des RAZ Kreuzlingen erfolgt durch die TIT Imhof. Die Zusammenarbeit ist erfreulich und die Anliefermengen bewegen sich im Rahmen der Vorjahre. Am 9. Juli 2025 ist das Recyclingcenter einem Brand mit Totalausfall zum Opfer gefallen. In einem Notbetrieb konnte ein Teil des Entsorgungsangebotes aufrechterhalten werden. Dank der Zusammenarbeit mit den umliegenden Gemeinden und anderen RAZ wurde der Ausfall überbrückt. Sechs Monate nach dem Schadensereignis wurde der Betrieb am Standort wieder vollständig aufgenommen.

Kompostaufbereitung

Die Anliefermenge von Grünabfall in Hefenhofen beträgt im Berichtsjahr ca. 3’900 Tonnen. Dies entspricht rund 20 % weniger als im Vorjahr. Das Rekordjahr 2024 blieb unerreicht. Die Annahmestelle bietet für die Region (Private, Gewerbe, Gemeinden) eine gute Möglichkeit, die anfallenden Grünabfälle einer regionalen Sammelstelle zuzuführen. Das Material wird in der Anlage zerkleinert und anschliessend von umliegenden Landwirten am Feldrand kompostiert. Danach wird der Kompost regional auf landwirtschaftlichen Flächen als Bodenverbesserer eingesetzt. Eine sinnvolle Lösung und ein Beispiel, wie Kreisläufe von Materialien klein gehalten und geschlossen werden können. Der Betrieb der Kompostaufbereitungsanlage wird weiter überprüft. Anpassungen für eine verbesserte Sicherheit für Besucher und Mitarbeitenden drängen sich auf.

Herausfordernde Planung der Anlieferungen

Mit rund 152’000 Tonnen bewirtschaftetem Kehricht erreicht die Kehrichtverwertungsanlage ein sehr gutes Resultat. Rund 64 % der Abfälle stammen aus dem Einzugsgebiet der KVA Thurgau. Der Rest kommt aus dem süddeutschen Raum (30 %) sowie aus Vorarlberg (3 %). Die Revisionen waren für das Abfallmanagement eine Herausforderung. Mit geschickter Disposition konnte gut auf die betrieblichen Bedürfnisse reagiert werden und somit immer die richtige Menge Abfall zur rechten Zeit am rechten Ort zur Verfügung gestellt werden.

Schlackenentsorgung

Im Berichtsjahr fielen rund 33'924 Tonnen Schlacke an (VJ 35’285 Tonnen, -3.9 %). Rund 72 % (VJ 78 %) wurden hauptsächlich per Bahn zur Deponie Burgauerfeld in Flawil transportiert. Der Rest von 28 % wurde per Strasse in deutsche Deponien geführt. Aus der Schlacke konnten ca. 2’790 Tonnen FE-Metalle (+6.8 %) und ca. 820 Tonnen (+2.6 %) Nichteisenmetalle sortiert und der Wiederverwertung zugeführt werden. Der Anteil an Metallen in der Schlacke hat zugenommen und mit einem Wert von total 12.2 % eine Rekordmarke im langfristigen Vergleich (seit 2010) erreicht.

Reaktordeponie Kehlhof

Die angelieferte Menge betrug im Berichtsjahr rund 8'863 Tonnen (VJ 8’392 Tonnen, +5.6 %). Diese angelieferte Menge entspricht dem langjährigen Durchschnitt. Ein weiterer Teil der Deponieoberfläche wurde rekultiviert und dem Landbesitzer zur landwirtschaftlichen Nutzung übergeben. Der Materialeinbau findet zurzeit im südlichen Teil der Deponie statt. Der Abschluss der Deponieverfüllung naht.

In rund 5–7 Jahren kann mit dem Abschluss der Deponie gerechnet werden (abhängig von der Anlieferungsmenge). Die technische Begleitung für die Abschluss- und Rekultivierungsarbeiten führt zu erhöhten Ingenieurleistungen. Die «Aerobisierungsanlage» funktioniert einwandfrei. Mit dieser Massnahme wird das schädliche Methangas in CO2-Gas umgewandelt und somit ein Beitrag zur Reduktion der Treibhausgasemissionen geleistet. Ergänzt wird die Aerobisierung mit einer nachgeschalteten Anlage (RTO), um noch mehr Methangase in CO2 umzuwandeln.

Reststoffdeponie Emmerig

Seit 2009 ist die Deponie verfüllt und die Rekultivierung abgeschlossen. Seit diesem Zeitpunkt steht die Deponie in der Nachsorge. Neben der visuellen Überwachung wird auch die Stabilität des Abschlussdammes genau überprüft. Ebenso werden die Niederschlagsdaten, die Ganglinien der Grundwasserstände, die Grundwasserqualität im Zu- und Abströmbereich, die Qualität der Oberflächengewässer (Bäche), die Wasserqualität der Untergrundentwässerung, die Menge an Deponiesickerwasser sowie die Klärschlammqualität mittels eines umfangreichen Monitorings geprüft und ausgewertet.

Für die Wasseraufbereitung sowie für die Unterbringung aller Messanlagen der Überwachung wird ein Betriebsgebäude genutzt. Im Jahr 2025 wurde das Dach dieses Gebäudes saniert.

Herkunft der Abfallmengen
in Tonnen angeliefert
<p></p>

Zusammensetzung der Abfallmengen
in Tonnen angeliefert
Art der Anlieferung
in Tonnen angeliefert

Thermische Verwertung des Abfalls

Thermisch verwertete Kehrichtmengen
in Tausend Tonnen
Mittlere Anlagenverfügbarkeit
in Prozent der maximalen Betriebsstunden pro Jahr

Mit einer durchschnittlichen Anlagenverfügbarkeit von 95.2 % (VJ 94.6 %) konnte erneut ein sehr gutes Jahresergebnis in der thermischen Verwertung erzielt werden. Trotz einiger ungeplanter Betriebsunterbrüche im Jahr 2025 wurden insgesamt 148'239 Tonnen (VJ 150'623) Abfall verwertet. Der Heizwert des Abfalls lag mit 11’823 kJ/kg leicht über dem Vorjahreswert von 11'648 kJ/kg und entsprach dem Durchschnitt der Schweizer Abfallverwertungsanlagen.

Im März und August fanden die planmässigen Revisionen an den beiden Verbrennungslinien statt, bei denen turnusgemässe Reinigungs- und Wartungsarbeiten durchgeführt wurden. Sämtliche Arbeiten konnten vollumfänglich und zur besten Zufriedenheit abgeschlossen werden. Ein besonderer Dank gilt unseren engagierten Mitarbeitenden sowie den beteiligten externen Partnerfirmen, die mit ihrer Expertise dazu beigetragen haben, die anspruchsvollen Revisionsarbeiten termingerecht umzusetzen.

Im Bereich der Emissionskontrolle lagen die Abgaswerte beider Ofenlinien deutlich unter den gesetzlichen Grenzwerten, was die hohe Effizienz der Rauchgasreinigung belegt.  

Auch die Analysen der Schlackenrückstände ergaben hervorragende Verbrennungsergebnisse: Der gemessene Gesamtkohlenstoff (TOC) betrug 0.5 % und lag damit deutlich unter dem zulässigen Grenzwert von 2 %. Die anfallende Elektrofilterasche wurde wie in den Vorjahren zur Weiterverarbeitung mittels saurer Wäsche an unsere Partneranlage KVA Linth in Niederurnen geliefert. Diese langjährige Zusammenarbeit ermöglichte im Jahr 2025 die Rückgewinnung von 76 Tonnen Zink, das einer erneuten Verwendung zugeführt werden konnte.

Im Rahmen der quartalsweisen Überprüfung der Abwassereinleitungswerte wurde keine Überschreitung festgestellt. Die zum Jahresende 2024 festgestellte Überschreitung konnte bereits in den ersten Wochen des Jahres 2025 behoben werden.

Mit diesen Massnahmen und Ergebnissen bestätigt sich unser kontinuierliches Bestreben, eine zuverlässige, umweltgerechte und ressourcenschonende Abfallverwertung sicherzustellen.

Energiegewinnung

Im Jahr 2025 konnten wir insgesamt 231 GWh (VJ 222 GWh) CO2-neutrale-Energie veräussern. Dieser Erfolg ist auf den effizienten Betrieb unserer Anlage sowie deren hohe Verfügbarkeit zurückzuführen.

Die Dampfabgabe an unseren Kunden Model AG stieg im Berichtsjahr um 5.8 % auf 176 GWh. Diese positive Entwicklung führte zu einer Ertragssteigerung im Vergleich zum Vorjahr in gleicher Höhe (Steigerung um CHF 0.41 Mio.).

Weiter dynamisch entwickelte sich die Abgabe von Fernwärme (Heisswasser) an die Technische Betriebe Weinfelden AG (TBW), die um 14.8 % (VJ 40.7 %) auf 5.5 GWh zunahm. Dies resultierte in einem entsprechend höheren Mehrertrag. Die TBW treibt derzeit das umfassende Fernwärmeprojekt im Stadtgebiet konsequent voran. Die Stadt Weinfelden verfolgt das Ziel, das Stadtgebiet vollständig mit CO2-neutraler Energie aus der Abfallverwertung zu versorgen.

Energieabgabe
in GWh
image
Energieerlös
in Mio. CHF
image

Energiebilanz

Heizwert- und Energieeffizienzberechnung 2025
Heizwert nach ReimankJ/kg11'823
Kesselwirkungsgrad gerechnet%84.1
R1 nach AbfRRL (Zielwert 0.6 für bestehende Anlagen und 0.65 für Neuanlagen[]0.835
Energienutzungsgrad
(gemäss Energieverordnung Schweiz)
Wärmenutzungsgrad nach EnV%41.9
Stromnutzungsgrad nach EnV%13.4
Energienutzungsgrad netto
Wärmenutzungsgrad netto%39.1
Stromnutzungsgrad netto%10.1
ENE-Faktor%71.5

Energienutzungsgrad nach EnV

Energieflussdiagramm

Chemische Abfallzusammensetzung

Veränderungen der chemischen Abfallzusammensetzung (Input)

Verlauf der mittleren monatlichen Stoffkonzentration im Abfall-Input in den Jahren 2001 bis 2025.

Fehlerbereich von 2001 bis 2009: ± 1 σ, ab 2010 ± 2 σ (KI-95 %).

Die Fehlerbereiche sind ab 2010 grösser, weil die Analyse nur noch quartalsweise erfolgt und ein 95 %-KI angegeben wird.

Ab 2014 sind die Fehlerbereiche grösser, weil ab diesem Zeitpunkt die Leerzugsasche in die Schlacke geleitet wird und deshalb die Berechnungsroutine angepasst werden musste.

Ab 2019 werden nur noch Jahresmittelwerte berechnet. Die Berechnung erfolgt über die Stoffflüsse sämtlicher Outputprodukte.

Chemische Abfallzusammensetzung

Stoffverteilung vom Abfall-Import in die Verbrennungsprodukte

Mittlere Stoffverteilung (Transferkoeffizienten) für die ausgewählten Stoffe Kupfer (Cu), Zink (Zn), Chlor (Cl) und Cadmium (Cd) in die Verbrennungsprodukte.

Reingaswerte und Abwasserqualität

Luftemission Staub
Ist-Wert mg / Nm3 (Jahresdurchschnitt)
Luftemission Kohlenmonoxid CO
Ist-Wert mg / Nm3 (Jahresdurchschnitt)
Luftemissionen Stickoxide NOx
Ist-Wert mg / Nm3 (Jahresdurchschnitt)

Luftemissionen Ammoniak NH3
Ist-Wert mg / Nm3 (Jahresdurchschnitt)
Abwasserbelastung 2024
Werte in mg / l
Abwasserbelastung 2025
Werte in mg / l

Die Reingaswerte der KVA Thurgau werden kontinuierlich überwacht und aufgezeichnet. Die Messresultate zeigen, dass unsere dreistufige Rauchgasreinigungsanlage einwandfrei funktioniert.

Die Überprüfung der Abwasserqualität der KVA Thurgau zeigte über das ganze Jahr 2025 hinweg gleichbleibend gute Werte. Die kurzfristige Überschreitung des Zink-Grenzwertes im Jahr 2024 konnte anfangs 2025 nachhaltig gelöst werden. 

Sammeln und Recyceln

Papier und Karton
in Tonnen
Metall
in Tonnen
KUH-Bag
in Tonnen
Glas
in Tonnen
Alu / Blechdosen
in Tonnen

Recyclingmengen

Das vergangene Jahr im Bereich der Wertstoffe war von zahlreichen Unsicherheiten geprägt. Diese hatten teilweise Auswirkungen sowohl auf die Sammelmengen als auch auf die Vergütungen verschiedener Fraktionen.

Der Rückgang der Sammelmengen bei den organisierten Papiersammlungen ist weiterhin in allen Gemeinden spürbar. Dabei zeigt sich deutlich, dass der Komfort von Sammelstellen in den RAZ sowie bei privaten Entsorgungsunternehmen zunehmend bevorzugt wird.

Zusätzlich verstärken der Wegfall von Gratiszeitungen sowie die fortschreitende Digitalisierung diesen Trend. Die Kartonmengen hingegen verharren weiterhin auf einem konstant hohen Niveau.

Beim KUH-Bag konnte dank gezielter Massnahmen und einem Beitrag im Augenblick die Sammelmenge um über 10 % gesteigert werden.

Die Unsicherheiten auf den verschiedenen Absatzmärkten haben sich gegen Ende des Jahres nochmals deutlich verschärft und werden uns voraussichtlich auch im Jahr 2026 weiter begleiten.

Unser Engagement für Umwelt und Gesellschaft

Zusammenarbeit mit Hochschulen

Die Zusammenarbeit mit Universitäten, Fachhochschule und anderen Ausbildungsstätten ist für den Verband aus mehrerer Hinsicht wichtig und wertvoll. Einerseits erforschen wir zusammen mit den Ausbildungsstätten verbesserte Verfahren, Prozesse und Geschäftsmodelle. Andererseits fördern wir mit der Zusammenarbeit die Entwicklung junger, wissbegieriger Menschen und können uns gleichzeitig als attraktiven Arbeitgeber in einer gesellschaftlich relevanten Branche präsentieren.

Im Jahr 2025 haben wir in drei Projekten mit der OST - Ostschweizer Fachhochschule zusammengearbeitet.

Prognose der Abfallmengen mit KI

Im Rahmen eines Weiterbildungsstudiums auf Masterstufe haben zwei Absolventen eine Innovationsaufgabe umgesetzt. Sie haben verschiedene KI-Werkzeuge mit den Daten der Kehrichtanlieferungen der vergangenen Jahre trainiert, um daraus Prognosen für die zukünftigen Materialströme abzuleiten.

Nach mehreren Iterationen und Trainings haben die Prognosewerte eine bemerkenswerte Genauigkeit erreicht. Der Einsatz dieses Prognose-Tools wird als Ergänzung zum Vergleich der Ergebnisse aus den bisherigen Prognose-Modellen verwendet.

Internationales Industrieprojekt

Vier Studierende (zwei aus den Niederlanden, zwei aus Spanien) haben im Rahmen ihres Auslandssemesters an der OST im Studiengang Wirtschaftsingenieurwesen einen Praxisauftrag mit dem Verband KVA Thurgau bearbeitet. Die Aufgabenstellung lautete: "Gibt es Alternativen zur thermischen Verwertung des angelieferten Kehrichts?"

Nach einer Analyse der Grundlagendaten haben die Studierenden eine Projektidee entwickelt, welche die maschinelle Extraktion biogener Abfälle, welche gewichtsmässig rund 30 % der Siedlungsabfälle der Haushalte ausmacht, vorsieht und im Sinne der Vision des Energy Hubs mittels einer Biogasanlage in nutzbare, klimaneutrale Energie umwandelt. Das entwickelte Geschäftsmodell mit den wirtschaftlichen Berechnungen hat die Machbarkeit für die Projektidee positiv unterlegt.

Innovationsscheck - Biomassenverwertung Thurgau

Die Wirtschaftspartner PhytoValley Switzerland, Renergon AG und der Verband KVA Thurgau haben in Zusammenarbeit mit der OST die biogenen Stoffflüsse im Kanton Thurgau untersucht und in einem Ursache-Wirkungsmodell dargestellt. Ziel dieser Übersichtsstudie war die Evaluierung möglicher Innovations-Potenziale für weiterführende Projekte.

Konkret ist aus dem Innovationsscheck ein Forschungsprojekt mit Innosuisse ohne Beteiligung des Verbandes hervorgegangen, welches die Entwicklung von kleinen Biogasanlagen zur dezentralen Energiegewinnung in der Schweizer Landwirtschaft beinhaltet. 

Für den Verband KVA Thurgau waren die Ansatzpunkte, um die biogenen Abfälle aus dem Kehricht der Haushalte zu extrahieren – obwohl mengenmässig relevant – zu wenig erfolgversprechend. Auf ein weiterführendes Projekt in diesem Bereich wurde vorerst verzichtet.

Umweltunterricht Pusch

Seit einigen Jahren unterstützt der Verband KVA Thurgau den Umweltunterricht der Stiftung Pusch. Für Schulen aus unserem Verbandsgebiet, welche bei Pusch Unterrichtslektionen buchen, übernimmt der Verband die Kosten. Insgesamt hat der Verband den Unterricht mit einem Betrag von CHF 82'000 unterstützt.

Vom Pusch-Unterricht haben im Jahr 2025 in 258 Lektionen 1'910 Schüler:innen profitiert. Im Fokus stehen die Themen Abfall und Konsum sowie Energie und Klima. 

Around the Bodensee CleanUp

Nahtlos an den theoretischen Unterricht mit Pusch setzt das gemeinnützige Projekt Around the Bodensee CleanUp unter der Federführung von Noemi Solombrino an. Zusammen mit Schulklassen, aber auch mit Vereinen und Unternehmen werden Abfallsammlungen rund um den Bodensee organisiert. Die theoretischen Erkenntnisse aus dem Pusch-Unterricht werden mit praktischen Erfahrungen in der realen Welt ergänzt. Dabei werden auch viele Naturschutzgebiete vom Müll unserer Gesellschaft befreit. Die gesammelten Abfallmengen sind eindrücklich. Seit der Lancierung dieser Initiative im Jahr 2016 wurden 464 CleanUps durchgeführt, bei denen sich 11'003 Teilnehmer:innen, davon 8'328 Kinder und Jugendliche, engagiert haben. In diesen Sammlungen wurde die Natur rund um den Bodensee von 107'609 Litern Müll befreit.

Der Verband KVA Thurgau unterstützt die Aktion mit einem jährlichen Beitrag in Höhe von CHF 10'000.

Kompostberatung

Die Natur gibt uns die absolute Kreislaufwirtschaft vor. Keine Ressource, kein organisches Material endet als Abfall im Bunker. Der Verband KVA Thurgau bietet jährlich kostenlose Kompostierkurse in Gachnang, Romanshorn und Weinfelden an. In drei unterschiedlichen Kursen werden die Grundlagen des Kompostierens, Spezialkomposte, Neophyten - Neozoen und Massnahmen gegen die Überdüngung vermittelt. 2025 haben 61 Teilnehmer:innen vom grossen Know-how unserer Kompostberaterinnen gelernt.

Besichtigungen der Anlage in Weinfelden

Seit der Inbetriebnahme der Anlage bietet der Verband die Möglichkeit, die Anlage an der Rüteliholzstrasse 5 in Weinfelden zu besichtigen. Über ein einfaches Buchungssystem auf unserer Webseite wurden im Jahr 2025 86 Führungen gebucht und durchgeführt. Dabei haben sich 1'071 Kinder und Jugendliche sowie 361 Erwachsene in die Geheimnisse der thermischen Abfallverwertung entführen lassen. Der Besuch von vielen Schulklassen freut uns besonders, denn damit wird der Abfallunterricht mit eindrücklichen Erlebnissen aus der Besichtigung der imposanten Anlagen und Installationen gefestigt.

In den Besichtigungen werden von Diana Hanselmann und Jolanda Frei viele Hintergrundinformationen, technische Daten und Prozesswissen vermittelt. Manches Vorurteil über die KVA und die Abfallwirtschaft wird dabei revidiert.

Verband KVA Thurgau

Rüteliholzstrasse 5 | 8570 Weinfelden | www.kvatg.ch